Mein Weg zur eigenen Praxis
Als Kind sehr junger Eltern lernte ich früh, selbstständig zu sein. Ein intuitives Verständnis für Heilung und die elementaren Kräfte der Schöpfung wurde mir bereits in die Wiege gelegt. Am Bauernhof meiner Großeltern behandelte ich kranke Tiere intuitiv, indem ich ihnen die Hände auflegte. Ohne damals zu wissen, was genau geschah, spürte ich, was nötig war, um die natürliche Ordnung im Fluss der Energien wiederherzustellen. Umgeben von Erwachsenen, die in Alltagssituationen oft sehr emotional reagierten, nahm ich häufig die Rolle des ausgleichenden Pols ein. Ich lernte, meine Fähigkeiten anzuwenden, weiterhin mehr intuitiv als bewusst im irdischen Sinne. Gleichzeitig war mein Wissensdurst enorm. Bereits mit zehn Jahren las ich die Beipacktexte der Medikamente aus unserer Hausapotheke. Mit 15 Jahren besuchte ich Qi Gong Kurse und schrieb für die Gemeindezeitung Artikel über Kinesiologie. Schließlich studierte ich Pharmazie, in der Hoffnung, dort die richtigen Antworten auf meine Fragen zu finden. Diese Antworten fand ich jedoch erst, als ich durch eigene Erkrankungen herausgefordert wurde, Wissen und Intuition miteinander zu verbinden.
Mit den daraus gewonnenen Erkenntnissen konnte ich Menschen schneller und wirkungsvoller unterstützen als mit den Medikamenten, die ich ihnen in der Apotheke verkaufte. Gleichzeitig spürte ich eine innere Zerrissenheit, denn ich wollte niemandem einfach nur etwas verkaufen. Meine persönliche Vision und jene der Apotheke waren nicht dieselbe. Daher musste ich eine Entscheidung treffen und sie war die richtige. Ich eröffnete meine eigene Praxis, in der ich seit über 20 Jahren das tue, was ich am besten kann und was mir die größte Freude bereitet. Der Schritt in die Selbstständigkeit war notwendig, um mich für das Leben freizumachen, das mich am meisten erfüllt.
